Das richtige Hundefutter bei Übergewicht
Übergewicht beim Hund entsteht aus demselben Grund wie beim Herrchen: Zu viele Kalorien, zu viele chemische Bestandteile im Futter und zu wenig Bewegung. Abnehmen kann er wieder durch ausgiebige Spaziergänge, bei denen er beispielsweise einem Ball hinterherjagen muss; wichtig ist aber auch das richtige Hundefutter.
Ein übergewichtiger Hund braucht sinnigerweise Futter, in dem weniger Kalorien stecken. Diese wandelt er nämlich in Energie um, die er nicht braucht – und daraus entsteht wiederum eingelagertes Fett. Damit das nicht passiert, sollte das Futter des Tieres ballaststoffreich sein. Kalorien, die mit leicht verdaubarem Futter aufgenommen werden, gelangen schnell in den Blutkreislauf und können schnell in Fett umgewandelt werden. Durch die Ballaststoffe wendet der Körper des Hundes allein dafür Energie auf, die Kalorien von den Ballaststoffen zu trennen – dadurch relativiert sich die Menge noch weiter.
Wichtig ist auch, dass das Futter nicht zu viele chemische Bestandteile enthält. Diese nützen dem Hund nichts, sie dienen meist der Konservierung des Futters – und stören den Verdauungstrakt, wodurch Fett eingelagert wird. Deshalb sollte man lieber Futter in kleinen Mengen ohne Konservierungsstoffe kaufen, anstatt einen großen Sack mitzunehmen, der den Hund dick macht.
Futter für übergewichtige Tiere gibt es von den meisten bekannten Herstellern. Sie enthalten oft zusätzliche Inhaltsstoffe wie L-Carnitin, die bei der Verbrennung des Körperfetts helfen. Meist stehen auf den Packungen solcher fertigen Futtermischungen auch Angaben zur Dosierung der Nahrung, die dem Besitzer zusätzlich helfen, einen schlanken Hund zu bekommen.
Das beste Hundefutter – BARF ?
Das beste Hundefutter ist „biologisch artgerechtes rohes Futter“ – abgekürzt BARF, was im Englischen „Biologically Appropriate Raw Foods“ heißt. BARF bezeichnet also einfach das Füttern des Hundes mit rohen und frischen Lebensmitteln.
Warum ist BARF besser als die Fertigprodukte von Futtermittelherstellern? Der Hauptgrund ist, dass BARF-Hundefutter den natürlichen Nahrungsquellen des Hundes sehr ähnlich ist. Das Füttern mit rohen und frischen Lebensmitteln entspricht so weit wie möglich der Ernährung, die auch wild lebende Caniden vorfinden. Der Hauptbestandteil der natürlichen Nahrung der Hunde besteht aus Fleisch, während Fertigfutter einen sehr großen Anteil an Getreide enthält. Genau das kann zu gesundheitlichen Problemen bei Hunden führen. Ein stark getreidelastiges Hundefutter überfordert den Organismus der Tiere, die auf dieses Überangebot mit Verdauungsproblemen, Allergien, Hauterkrankungen und schlimmstenfalls sogar mit Krebs, Immunschwäche, Leber- und Nierenerkrankungen reagieren können. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es mindestens 10.000 Jahre dauert, bis sich der tierische Organismus von einer Ernährung, die überwiegend aus Fleisch besteht, auf eine Nahrung umstellt, die hauptsächlich aus Getreide besteht. Unsere Hunde hatten bisher aber noch nicht einmal 100 Jahre Zeit, um sich an das neue Fertigfutter zu gewöhnen!
Wer seinen Hund mit BARF ernähren will, sollte darauf achten, dass die Futtermenge zu 75 bis 90 Prozent aus Fleisch, Milchprodukten und Knochen besteht, wobei die Knochen rund 10 bis 30 Prozent der Nahrung ausmachen können. Der Anteil an Getreide, Obst und Gemüse liegt idealerweise zwischen 10 und 25 Prozent.
Viele Tierärzte und Hundezüchter sind der Meinung, dass sich durch BARF-Hundefutter der Gesundheitszustand unserer Hunde verbessern lässt und sowohl Wachstums- als auch Fruchtbarkeitsstörungen verringern lassen.

